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Red1 Division – von gutem Ton und weinenden Kindern

Sonntag, 21. Juni 2009

Seit ich aus ArDa ausgetreten bin, hat sich viel getan. Sämtliche Freunde aus ArDa sind in eine neue, alte Corp gewechselt: die Red1 Division. Da unsere bisherige Heimat niemanden mehr erfüllen konnte, das Blob-Potential dort durch Rebellion Alliance mehr und mehr stieg und wir auch unseren letzten blauen in der Ecke die Freundschaft gekündigt haben, sahen wir uns nach etwas Neuem um. Also Evakuierung des gesamten Materials in ein nahe gelegenes High-Security-Gebiet und erst mal eine Woche ISK-Pause eingeschoben in der wir uns nach neuen Wegen umsehen wollten.

Schließlich stießen wir auf das Killboard und später auf den Forenbeitrag von Obscure Syndicate – eine noch recht kleine und neue Piratenallianz. So wurde der Diplomat mal auf ein Gespräch eingeladen und ein Bild von den Jungs gemacht. Eine Anfrage, erst einmal zur Probe mitzufliegen, wurde leider abgelehnt. Trotzdem sind wir beigetreten und haben über zwei Tage unsere Frachter voller Dinge, die sich ansammelten, Schiffen und anderem Kriegsgerät die knappe 30 Sprünge verlegt.

Nun ja. Erster Abend – erste Gang. Anstatt es uns jedoch am ersten Abend einmal zu zeigen und etwas Eindruck zu schinden, wurden wir Zeuge eines grandiosen Fiaskos. Nach knapp zwei Stunden für die Zusammenstellung und der Lektion, dass Cap Recharger und White Noise „zum guten Ton“ in PVP-Setups gehören, ging es los … Red1 – mit fünf Battleships vertreten – hat weit über die Hälfte der angeblichen Remote-Rep-Battleship-Gang gestellt, der Rest saß in Cruisern und Battlecruisern. Insgesamt waren wir weniger als 25 Piloten. Nach keinen zehn Jumps von Aring in Richtung Ami hatten wir Feindkontakt. Glaub ich … Vom Scout war nämlich nicht viel zu hören, dafür umso mehr von allen anderen. Auch hier hatte der Fleetcommander aber etwas besonderes für uns vorbereitet. Anstatt einem Befehl, in etwa „Gruppieren um die Remote-Rep-Schiffe“ hieß es, das Sternentor auf 1.000 Meter zu umkreisen. An dieser Stelle machte sich bei uns dann doch schon deutlicher Unmut breit. Darüber hinaus missachteten wir diese Order und sammelten uns eng beieinander. Schließlich hatte unser Scout endlich erste Informationen von der anderen Seite – nach ungefähr zehn Minuten, die wir bereits als Zielscheiben am Sternentor standen. Dort formierte sich ebenfalls eine Gruppe, der unseren nicht unähnlich. Aber bereits zu dem Zeitpunkt war uns völlig klar, dass selbst eine zahlenmäßig unterlegene Gruppe mit besserer Ordnung der unseren weit überlegen sein würde.

Es kam, wie es musste, die Katastrophe nahm ihren Lauf. Eine Megathron der Gegner sprang zu uns herüber und ohne auch nur eine Sekunde das Hirn zu nutzen, schossen alle wie die Wilden und handelten sich so das Feuer der stationären Waffen ein. Die Megathron indes machte etwas Geschwindigkeit, flog bequem zurück ans Tor und sprang durch. Unser Fleetcommander war einskalt – er brachte die ganze Gruppe durch einen Befehl in den Warp – selbstverständlich ohne Ausrichten oder vereinzelte Piloten aus dem Tor herausfliegen zu lassen. Auf dem Sicherheitspunkt angekommen gab er knall hart den Befehl sich neu auf das Tor auszurichten. Das taten dann auch alle. Stolze zehn Minuten verteilte sich unsere Gruppe also über 60 km. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt einen Anderen helfen können. Lediglich wir blieben, ohne das es einem Befehl bedurft hätte, stets beisammen.

Natürlich ist das noch nicht das Ende … Leider. Lediglich vier Minuten bevor die stationären Waffen uns vergeben hätten, hatte der Scout auf der anderen Seite eine Damnation auf einem sicheren Punkt im All entdecken können. Was genau uns diese Information bringen sollte war mir von Anfang an nicht klar da sich ja direkt am Tor die gegnerische Gruppe aufhielt. Wie also an denen vorbeikommen und das Schiff auf diesem sicheren Punkt angreifen? Der Fleetcommander gab den Befehl, das gegnerische Kommandoschiff mit einem Warpunterbrecher festzuhalten und brachte uns, sehr zur Freude der stationären Waffen, wieder kollektiv ans Tor. Langsam wurde es komisch. Also, eher nicht haha-komisch sondern eher WTF-komisch. Aber Feigheit vor dem Feind kennt jemand, der sich und seine ihm unterstellten sieben Freunde in Battleships ohne Scout 40 Sprünge durch tiefstes 0.0-Gebiet scheucht, nicht. Also: Augen zu, durch und Feuerwerk.

Der nächste Schock. Unser Fleetcommander gab das erste Ziel an, eine Tempest. Soweit so gut. Aber das war’s dann auch. Niemanden zum Anfliegen, damit alle in Reichweite der Remote-Repper sind, keinen zweiten Offizier, der weiter Ziele nennen kann, sollte er ausfallen. Nichts. Und, als wäre das nicht genug, enttarnten sich ausschließlich die Red1-Kampfschiffe. An dieser Stelle platzte mir der Kragen und ich fragte im Kanal ob diese Art zu kämpfen normal sei. Plopp und plopp kamen so langsam auch die anderen. Wir waren natürlich längst unter Beschuss und nur Sekunden nach dem Enttarnen verloren wir unser erstes Schiff. Derweil ging die Tempest gut runter und ich schaltete bereits die beiden Schiffe der Megathron-Klasse auf, in fester Erwartung, dass diese die Sekundärziele würden. Der nächste Schock: Beide hatten Schaden. Unsere Gruppe schoss worauf sie lustig war! Die Tempest überlebte schier ewig. Beide Megathrons nahmen Schaden, die gegnerische Falcon und Guardien wurden auch ein bisschen beschossen und Anfragen nach Remote-Repair gab es genau drei im Übersichtsfenster. Ein Desaster! Als die Tempest also endlich starb, verriet uns der Fleetcommander auch das zweite Ziel. An dieser Stelle hätte die gesamte Gruppe fast gemeutert. Ich will es euch verraten: eine Drake! Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mit meinem Schiff abgeschlossen und fügte mich dem Unvermeidbaren. Mehr Schaden auf der Drake bedeutete schließlich auch, dass sie schneller starb, was wiederum die Chancen erhöhte, endlich ein vernünftiges Ziel, von denen es genug gab, zu beschießen.

Die Drake starb, eine Megathron wurde unser neues Ziel und der Abend fand schließlich seinen Höhepunkt. Oder besser: Tiefpunkt. Unser Kommandant gab den Befehl: Raus. Und war kurz drauf nicht mehr gesehen. Zwei unserer Schiffe kamen ebenfalls sehr schnell raus. Eines hatten wir zu Beginn verloren, eines näherte sich dem Tod. Wir haben noch versucht, eine Megathron mit uns zu nehmen, doch war die gegnerische Hilfe zu stark. Schlussendlich warpte ich ebenfalls raus und mein Kamerad starb. Ich würde gerne „heldenhaft“ schreiben, aber im Prinzip war es einfach nur unnötig.

Daraufhin verließen wir kollektiv den Com-Kanal. Zur Nachbesprechung machte ich unserem Unmut Luft. Hier wurde uns auch erklärt warum man ein Tor auf 1.000 Meter umkreisen sollte, haltet euch fest: Wenn ein Cyno aufgehen würde und mehrere Dreads erschienen, könnte man durch geschicktes Umkreisen nicht getroffen werden.

Das war’s, wir konnten vor Lachen kaum noch weinen, denn eigentlich war uns nach beiden zumute. Mag das Gesagte im ersten Moment vielleicht nicht einmal völlig bescheuert klingen, so tut es das doch spätestens auf den zweiten Blick. In Sprungreichweite eines Sternentores selbiges umkreisen, damit Dreadnoughts – zu denen man sowieso eine gewisse Transversalgeschwindigkeit aufbauen sollte – einen nicht treffen …! Traurig, aber wahr. Später hieß es sogar, Red1 wären die ersten gewesen, die vom Feld geflüchtet sind. Dazu kann ich nur sagen: Der Erste war der Kommandant persönlich. Und der Befehl war eindeutig. Zwei unserer Jungs sind raus, zwei gestorben, ich war einer der Letzten auf dem Feld. Solche dreisten Lügen werde ich nicht heute und nicht in Zukunft unkommentiert stehen lassen.

Am gleichen Abend haben wir noch mit Battlecruisern etwas die Gegend erkundigt. Auch da gab es leichte Verluste – weil das hooooouuuuuullllllddddd on gate scheinbar undeutlich war ;) – aber das war nicht weiter schlimm.

Tags darauf machten wir wieder eine Gruppe. Wieder war das Motto „Gegend erkunden“, gewünschte Schiffsklasse waren Battlecruiser. Auch ein paar Allianzmitglieder schlossen sich uns an und wir hatten ein bisschen was vorzuweisen. Nach einem Essensstop machten wir am Nachmittag weiter. Gerade in einem System angekommen, aktivierte sich hinter uns das Gate. Ein Gegner also. Und just in diesem Moment kommt jemand bei uns in den Com-Kanal und redet irgendetwas von Stören und Schiffen nachbestellen. Genau kann das bei der ohnehin bescheidenen Qualität auf diesem Kanal niemand sagen. Jedenfalls gab es ein recht rüdes: HALT’S MAUL von einem meiner Leute – nicht gerade die feine englische Art. Der Gegner enttarnte sich – eine Kestrel – und der böse Spruch wurde entschuldigt und erklärt. Ein wenig noch gelacht, kurze Pause und weiter ging es, zumindest für die anderen – ich hatte technische Probleme und fiel den Rest des Abends aus. Zumindest bis mein Mobiltelefon klingelte. Einer meiner Kameraden an der Strippe – oha, das muss ja wichtig sein, wenn der mich extra anruft. Was geniales gekillt? Hundert Milliarden ISK erpresst? Naja, gleich werd ich es hören.

Der Mensch, der in unsere Battlecruiser-Operation reingeplatzt ist und irgendetwas Unverständliches nuschelte, hat sich, nachdem er versicherte, der Spruch wäre kein Problem gewesen, „erwachsen“ wie er ist, noch beim Allianz-Chef ausgeweint. Dieser – also jener welcher, der Sternentore auf 1.000 Meter umkreist falls Großkampfschiffe kommen, schrie hysterisch in unserem Kanal rum, was wir uns denn einbilden würden und dass es sowas bei ihnen nicht gibt. Die Reaktion war vorhersehbar. Lachen unsererseits, ein paar Frotzeleien und dumme Sprüche. Entschuldigung? Keine Spur. Warum auch, wenn jeder wegen einem übereifrigen Spruch gleich das große Weinen bekommt sollen wir ihn noch in den Arm nehmen? Es kam wie es musste. Die direkte Kritik am Fleetcommander tags zuvor und der Anranzer im Com haben für einen fristlosen Rausschmiss aus der Allianz gereicht. Natürlich mit dem entsprechendem Minus-Zeichen vor unserem Namen.

Natürlich sehr fair. Unsere Hauptstation ist selbstverständliche auch die ihre. Schiffe und Module, Privates und Firmeneigentum sind somit festgesetzt. Und einfache Abschüsse für den Gegner garantiert. Haben Sie sich wahrscheinlich zumindest gedacht.

Was wirklich kommt, das wird der nächste Blogeintrag berichten. Man kann aber gespannt sein.

Sommerzeit

Dienstag, 2. Juni 2009

…und traumhaftes Wetter. See you soon™!

Ideen für ein neues 0.0

Mittwoch, 13. Mai 2009

Was ist das Problem am aktuellen 0.0, kurz und grob umrissen?

These 1: Es ist zu leer.
Eine weit verbreitete Tatsache. Man kann – wir haben es unter anderem bei der zweiten Gank-Night gesehen – 10–15 Sprünge am Stück durch leere Systeme fliegen. Und das ist nicht die Ausnahme, das ist eher die Regel. In einigen, meist sehr konzentrierten Gebieten, überschlagen sich die Zahlen der Leute im System, ansonsten ist es ziemlich ruhig.

These 2: Einzelne Allianzen oder alliierte Allianzen haben zu viel Macht.
Sie haben so ziemlich das Monopol auf den Bau von Supercapital-Schiffen, auf die Mineralien der hochwertigsten Monde, einen riesigen Teil der T2-Blaupausen in Originalen und die Systeme mit den NPCs, die die höchsten Kopfgelder und teuersten Items bringen.

These 3: Sie sind unantastbar.
Das klingt vielleicht nach den letzten Vorfällen etwas übertrieben, aber unterm Strich kann man das so stehen lassen. Einfach jede Allianz, die sich permanent im 0.0 aufhält, kann über dermaßen viele Verbündete verfügen und solch gewaltige Nummern aufstellen, dass es in Verbindung mit dem derzeitigen Sovereignity-System schlichtweg unmöglich, ist das Gebiet der, sagen wir Nördlichen Koalition, mit einem vertretbaren Zeitaufwand einzunehmen. Durch die dutzenden Sovereignity-3 und -4-Systeme müsste man sich in monatelanger Arbeit ohne Capital-Unterstützung durchkämpfen. Jedes der Systeme wäre aber mit feindlichen Capitals und hunterten Gegnern vollgestopft!

These 4: Titane.
Vier Stück gibt es, jede Rasse hat einen. Und wohl jede große Allianz, die etwas auf sich hält, gleich ein halbes Dutzend – gering geschätzt! Neben der gigantischen logistischen Bedeutung, ganze Flotten innerhalb kürzester Zeit über weite Strecken hinweg transportieren zu können, ist eines der schlimmsten Szenarien für einen Angreifer wohl ein System mit aktiven Cyno-Feld-jammern und mehreren Titanen darin. Durch die gewaltige Menge an ISK, die eine Allianz durch ihre Monopole erzeugen kann, ist die Begrenzung dieser Superschiffe wohl auch eher an die Spieler mit den nötigen Voraussetzungen als an das Kapital der Allianzen gebunden.

Mit all diesen und noch mehr Problemen wird sich CCP auseinandersetzen müssen. Eingelfeischte 0.0-Spieler und neuere Jahrgänge auf diesem Gebiet sind sich da ziemlich einig. Gerade die derzeitige Souveränität braucht dringend eine Überarbeitung, aber auch alles andere will endlich angepackt werden. Und genau das haben sich viele der Bewerber für das Council of Stellar Management (CSM) auf die Fahne geschrieben. Es gibt tolle und kreative Vorschläge dazu, man darf also gespannt sein, wie genau CCP diese Probleme angehen wird. Ob auf klassische Kopf-durch-die-Wand-Art oder behutsam, mit mehreren Patches hintereinander.

Wir werden es erfahren!

Rekord jagt Rekord!

Dienstag, 12. Mai 2009

Triumvirate ist zur Zeit nicht zu stoppen. Erst haben sie die größte Capital-Schlacht aller Zeiten mit den meisten toten Capital-Schiffen im Syndicate geschlagen, nun haben sie die meisten Supercaptial-Schiffe in einem Kampf zerstört. Die nördlichen Alliierten haben fünf Motherships und einen Carrier auf dem Feld gelassen, insgesamt über 100 Milliarden ISK. Sicherlich, für keine der beteiligten Parteien, X-Trading Company und Jagdkommando, beide aus der RAZOR-Allianz, ein Schlag, der nicht zu verkraften wäre. Doch ein Pappenstiel ist das sicherlich auch nicht.

Der Verlust ist gleich doppelt hart. RAZOR hilft den Goons aktiv im Süden, man fragt sich also was gleich fünf Schiffe mit so enormer Bedeutung für Logistik, Support und Kampf so weit ab vom Schuss treiben. Scheinbar macht die XT ein wenig, was sie will. Dann natürlich der offene Schlag ins Gesicht. Wie viel Ansehen verliert man, wenn man in seinem Rekrutierungsbeitrag schreibt, man ist Elite, um dann fünf so teure Schiffe so zu verlieren? Und zuletzt: Wie sehr hebt man doch die Moral und die Kampfeslust einer so gefährlichen Allianz wie Triumvirate? Denn, wie der Offizier Imperian vor einem Monat verlauten ließ, ist die Allianz Triumvirate nicht mehr als eine Mücke am Bein der nördlichen Koalition. Nun, wenn das so ist, hat diese Mücke wohl nun eine ziemlich empfindliche Stelle getroffen. In der Beule, die da schwillt, sind längst nicht nur die fünf Großkampfschiffe zu finden. Auch mehrere Monde der ertragreichsten Klasse und schon dutzende andere Capital-Schiffe sowie hunderte normaler Kampfschiffe sind da zu finden.

Gerüchten zufolge wurde die Allianz Tau Ceti Federation aus ihrem derzeitigen Kampfgebiet wieder zurück in die Heimat beordert, um gegen Triumvirate vorzugehen und weitere Desaster dieser Art zu verhindern. Man kann sich also auch auf weitere tolle Kämpfe und gute Kampfreporte freuen. Der Norden ist mit Triumvirate jedenfalls einige Grad heißer geworden!

Hier noch der Link zu dem Kampf.

Stealth Bomber

Montag, 11. Mai 2009

Alle sagen die Dinger wären zu nichts zu gebrauchen. Also, logische Konsequenz: Wir fliegen sie! Mit einer Rapier, Doppel-Webifier und Target Painter und ein paar Arazus als Punkteverteiler macht eine Torpedo-Salve so rund 1800 Punkte Schaden auf einem T2-Cruiser. Was sich meiner Meinung nach sehen lässt. Wir waren zwar nur gut eine halbe Stunde unterwegs, haben nur drei Schiffe zum zerlegen gefunden und zum Abschluss habe ich mich noch geopfert, damit wir einen alten Freund noch auf das Killboard bekommen. Nichtsdestotrotz haben wir viel Spaß gehabt – und etwas über Stealth Bomber gelernt. So schlecht wie sie manche machen sind diese Schiffe nicht. Mit dem richtigen Begleitmaterial durchaus potent.

Kampfbericht: EO-Ganknight 2.0

Dienstag, 5. Mai 2009

Viel zu spät – wissen wir. Trotzdem hier, vor der dritten, noch schnell die Zusammenfassung der zweiten EO-Gank-Night:

Das Motto waren Fregatten – Hauptaugenmerk lag auf Assault-Fregatten, aber auch alle anderen waren gern gesehen. Ich war anfangs eher skeptisch, weil ich bei solchen Gangzusammenstellungen selber schon mal auf die Gusche gefallen bin, aber mit den doch beachtlichen Zahlen, die wir den Abend erreicht haben, waren selbst Schlachtschiffe kein wirkliches Problem.

Los ging es also wie bisher, Eifer war das erste Low-Sec-System und der Sammelpunkt von der High-Sec-Gang mit den bösen Flashies. Wir, also Armageddon Day waren mit insgesamt fünf Mann angetreten und konnten es kaum erwarten. Als Erstes gab es natürlich wieder die Frage nach dem Wohin. Antwort: 7Q-8Z2. Warum nicht? Also auf, schnell ans Eingangssystem und dann vor dem ersten 0.0 zehn Minuten vor Anker gehen. Schon im Low-Sec, genauer in Atla hatten wir die erste blinkende Rapier am Gate. Wir stürzten uns natürlich auf sie, aber aus Ermangelung an genügend Zeit (geschätzte fünf Sekunden) für einen guten Bump sprang sie und floh getarnt. In Kabi angekommen, dem letzten System vor dem 0.0, sind Damiro und ich also auf, um schnell Verpflegung aufzutreiben und für den hoffentlich langen Abend die kühl gestellten Quafe Ultra (zu deutsch: Bier) in Griffreichweite zu halten. Dazu noch der Karibische Rum – was soll da noch schief gehen? Na klar, wir haben zu lange gebraucht! Gleich in 7Q-8Z2 eine Kraftwerk-Tempest und eine Navy Stabber. Stabber entkommen, Tempest down! Guter Auftakt.

Nächstes Reiseziel war Y-DW5K, dort angekommen U3K-4A. Nur ein paar Sprünge weit gekommen meldete sich der Scout – die andere Seite des Gates war dicht. HIC und Dic, Hunz und Kunz, alles hatte sich versammelt. Rund doppelt so viele Schiffe wie wir waren mit unterschiedlichen Klassen, größtenteils HAC aufwärts, auf der Lauer. Die Entscheidung des FC war also ein klarer Fall. Jump! Gemeinsames Enttarnen, mit glühendem MWD der Sonne entgegen und mitnehmen, was geht, bis wir alle aus den gut platzierten Bubbles raus sind. Theoretisch ein guter Plan, leider haben wir außer dieser Crow von Cult of War nichts mitnehmen können, dabei aber fünf eigene Schiffe verloren.

Doch letztlich entkamen alle, auch die Pods. Zwei Sprünge weiter wurden die Wunden an der dortigen Station geleckt und Schiffe ersetzt, so gut es eben ging. Die Cult-Gang folgte uns, jeder der nicht docken musste, hatte sich wieder mit röhrendem MWD auf die Sonne ausgerichtet und war mittlerweile rund 300 km von der Station weg. Als dann eine Zealot an die Station kam, wurde kurzerhand das Steuer rumgerissen und geschlossen zurück zur Station geprescht, um die Zealot aufs Korn zu nehmen. Wie nicht anders zu erwarten kam die restliche gegnerische Truppe hinterher und wir traten den taktischen Rückzug an – Richtung MK-YNM – jump on contact. Bilanz: nichts verloren.

Einen Piloten verloren wir anschließend an eine abdockende Abbadon. Oder um genauer zu sein: der Abschuss ging an die Station, von der sie abdockte – der Bruchpilot wusste noch nicht, dass die Sentryguns der NPC-Stationen auf Aggressionen gegen sie sehr ungehalten reagieren. Eine Salve reichte. Der Pilot wusste auch nicht, dass er den Aggression-Flag gegen die Station im 0.0 behielt, auch wenn sie nicht angezeigt wird. Sein neuerliches Abdocken also mit seinem Rookyschiff wurde mit einer Salve der Sentrys glänzlich vereitelt. Noch ein Wrack mehr. Durch einen simplen Abdockpunkt haben wir ihn dann doch noch raus bekommen. Kleine Scherze wie diese am Rande sind ja das, was den Abend zu etwas Speziellem machen.

Und dann kam die Wende. Scout meldet Kontakt zu einer Gang – dass sie feindlich ist muss man nicht extra erwähnen. An diesem Abend war alles feindlich. Schiffzähler: Phobos, Enyo, Harbinger und Falcon.

Hier und hier liegen die Killmails, es war ein wahres Gemetzel. Mal haben sie zurückgeschossen, dann versucht ihren Aggression-Flag abzusitzen, dann doch weitergeschossen. Die Phobos hat rechtzeitig aufgehört zu schießen und entkam mit der Falcon. Der Rest starb im kollektiven Kreuzfeuer.

Nur zwei Sprünge weiter wartete das nächste Scharmützel, diesmal wieder Kraftwerk. Auch sie endete in blauen grellen Blitzen.

Kurze Pause, Wunden versorgen: Scout und noch zwei weitere angeschlagene Schiffe konnten via Damiros Remote Repairer wieder flott gemacht werden. Weiter ging es in das Kraftwerk-Gebiet. Viel Gegenwehr kam allerdings nicht mehr. Hier zerlegte es noch ein paar speziell auf uns abgestimmte Smartbomber, hier und hier noch etwas Unterstützung, die sich gegen uns sammeln wollte.

Also, wenn hier niemand mehr scharf auf Abschüsse ist, können wir auch langsam Richtung Heimat fliegen. Diesen Abgang gestalten wir allerdings noch einmal spannend! Route 49-U6U – Bordcomputer programmiert. Energie! Jetzt ging es also durch ehemaliges Band-of-Brothers-Gebiet und das zur Zeit am stärksten umkämpfte Gebiet in ganz EVE. Auf dem Heimweg haben wir dann diesem netten Herren noch den Abend versaut. Kurz vor unserem Ziel: Bewegung im Local! Wir waren nicht mehr all zu viele Piloten, aber es waren auch nicht viele Asteroidengürtel und Gates. Also wurde alles dicht gemacht. Piloten haben wir keine gefunden, dafür noch einen Faction-Trupp. Diese Piratenbande wurde kurzerhand aus dem All geschossen und es droppte einen POS-Faction-Tower-BPC, die wir noch im 0.0 an einen Piloten aus der Gang verkauften, der in der Nähe sein Hauptquartier hat. Vom Erlös wurden später ein paar der verlorenen Schiffe ausgeglichen. Ein netter Bonus, hatte doch jeder mit einem Verlust gerechnet und das Schiff komplett abgeschrieben.

Direkt vor 49-U6U, mit mehreren hundert Mann im Local nebenan und einem beachtlich becampten Gate äscherten wir dann noch diesen HIC ein. Durch 49-U9U wurde einfach, ohne jeden Verlust, durchgezogen. Und das mit einem fehlgeleiteten Warp! Die restlichen Sprünge haben wir wiederum recht schnell hinter uns gebracht. Eine einzelne Absolution ging uns noch durch die Lappen, dann waren wir schon wieder im Low-Sec.

Wir können heute auf einen wirklich tollen Abend, eine tolle Leistung des FC, ein paar gute Kills und viele nette neue Bekanntschaften zurückschauen. Wir haben wirklich selten so viel Spaß gehabt, danke dafür!

Die Kills sind nur die von denen wir heute noch wissen. Es ist durchaus möglich, dass es ein oder zwei mehr waren. Falls jemand davon Kenntnis hat, würden wir uns über einen Link zu den Killmails freuen. Es folgen noch ein paar Screenshots.

Wenig los hier!

Montag, 4. Mai 2009

Auf Grund des schönen Wetters der letzten Wochen haben Damiro und ich eine kleine EVE-Pause eingelegt. Leider haben wir uns nicht abgesprochen wer von uns das hier bekannt macht. So ist diese unfreiwillige Pause entstanden die mit dem heutigen Tag beendet ist.

The Show must go on!

BLOB

Donnerstag, 9. April 2009

Heute schreibe ich einmal über ein Thema, worüber man wahrscheinlich stundenlang streiten kann und worüber es so viele Meinungen wie EVE-Spieler gibt: den allgegenwärtigen BLOB.

Jetzt betrachte ich dieses Phänomen einmal sachlich. Natürlich ist ein Angriff mit Vielen gegen Einen häufig gar nicht zu vermeiden. Wenn ich, wie gestern eine kleine Gang aufstelle – vier Myrmidons und eine Damnation – und gleich am ersten Gate eine Cyclone erwische, ist das dann ein BLOB? Oder ist das einfach nur Dummheit, die Warnung einfach zu ignorieren die jeder Pod-Pilot beim Betreten des unsicheren Gebietes erhält?

Und hier kommt man – meiner Meinung nach – an den Punkt, wo man BLOB definieren muss. Für mich fängt er da an, wo man mit unverhältnismäßiger Übermacht kämpft. Schlussfolgerung: Wir haben die Cyclone sauber ausgeblobbt.

Eben nicht, sage ich. Vier Battlecruiser mit einem Command-Schiff als Bonigeber im Lowsec empfinde ich nicht unverhältnismäßig. Zumindest nicht, wenn es in Molden Heath gleich mehrere Firmen gibt, die sich der Ausrottung der Piraten verschrieben haben und erst recht nicht, wenn man an die Allianz Foundation denkt, die nur ein paar Systeme weiter sitzt und uns regelmäßig mit Gangs von zahlenmäßiger Überlegenheit (30+ Piloten) beehrt. Dazu kommt, dass jeder von uns die Cyclone auch alleine am Gate zerstört hätte. Man könnte also sagen: klassisch; am falschen Ort zur falschen Zeit, aber letzten Endes selber Schuld. Was macht der Pilot auch mit diesem Schiff und dieser Ausrüstung im tiefsten Lowsec?

Also ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Wie sieht die Situation aus? Und viel wichtiger: Mit was blobbe ich? Kann man überhaupt blobben oder rechtfertigt allein die Tatsache, dass man sich in Gebieten mit niedrigem Sicherheitsstatus befindet jede Handlung?

So griff mich gestern – ich saß in einer Curse – vor der Station eine Rapier an. Ich ließ mich natürlich nicht ein zweites Mal bitten. Sicherlich: Eine Rapier ist nicht gerade mein Traumgegner, aber was soll’s – PVP ist, wenn man’s trotzdem macht.

Naja, das Ende vom Lied.

Unverhältnismäßig geblobbt? Das muss jeder selbst entscheiden. Einem Kameraden hat es beim Rettungsversuch die Ferox gleich mit zerlegt. PVP um des Kampfes Willen? Keine Spur. Gewinnen um jeden Preis lautet dann die Devise. Im Local-Channel wurden wir natürlich vollgesmackt – lautstark und ausdauernd. Wir haben nach all uns zustehenden Kräften dagegengehalten. Als dann die Rapier platzte, weil es vier Carrier nicht handhaben konnten, den Piloten am Leben zu erhalten, kehrte allerdings ganz schnell Ruhe ein und kurz darauf waren wir auch wieder unter uns. Eine harte Lektion.

Wenigstens hat uns die kleine Tour an diesem Abend noch etwas entschädigt. Mit dieser Dominix – der Dank gebührt dir Crania – und der missglückten Rettungsaktion dieser durchaus interessant ausgerüsteten Scorpion hatten wir unser Soll eigentlich schon erfüllt. Das am allerletzen Gate natürlich noch diese Rupture NPCs jagt, hat den Abend irgendwie abgerundet. Das kühle Quafe Ultra nachher an der Stationsbar sollte dann doch mit einer heiteren Kehle in Berührung kommen.

Piloten-Pro-Tipp: Niemals, wirklich niemals nie nie und gar nicht an Gates NPCs jagen. Nicht fragen, tut Euch selber einen Gefallen und lasst es.

Die Frage der Fragen ist natürlich: War das nicht ein BLOB? Kann man in Zeiten von 5000-Mann-Allianzen und Firmen wie der GIS und anderen Piratenjägern, die mehr auf Masse als Klasse setzen, mit vier Battlecruiser überhaupt noch jemanden mit seiner Masse schlagen? Auf gute Kämpfe hoffen? Oder dreht sich die Spirale der Nummern immer nur in eine Richtung: nach oben?

Storyline Part I

Montag, 6. April 2009

Wenn man als Podpilot durch das All reist, verliert man nur all zu schnell die gewöhnlichen Dinge des Lebens aus dem Blickfeld. Seit Jahren war ich schon nicht mehr auf einem Planeten, und an meine Heimatstadt habe ich nur noch vage Erinnerungen. Mein tägliches Leben wird nicht von einem festen Beruf oder einer Familie bestimmt. Ich habe keine Kinder von denen ich wüsste und keine Verpflichtungen, außer denen, die ich mir selbst auferlege.

Und noch etwas unterscheidet mich und die anderen Piloten von den Menschen auf den Planeten. Viele von uns wurden bereits getötet. Ich bin bereits mehr als ein dutzend mal gestorben. Und auch die Situation in die ich mich hier schon wieder hineinmanövriert habe, kann ich wohl nur durch ein Wunder überleben. Denn ich stehe zwischen den Fronten des größten Krieges aller Zeiten.

Kein Krieg wie die der Planetenvölker, wo die Motive vielschichtig und die Allianzen beständig sind. Keiner der Kriege, die die Amarr gegen die Minmatarr führen, um sie erneut in die Knechtschaft zu zwingen. Oder anders herum, denn die Minmatar wollen die Jahrhunderte der Unterdrückung rächen. Auch keiner der Kriege, wie sie die Gallente gegen Caldari führen, oder meistens doch anders herum, wo es um alte Fehden und offene Rechnungen geht. Hier stehen sich keine Rassen, Völker, Planeten oder Länder gegenüber.

Hier kämpfen Firmen gegeneinander. Hier schießen die gläubigen Amarr aufeinander und auch allen anderen geht es nicht darum, ob ein Verwandter in dem Schiff sitz,t was er gerade abschießt, es geht lediglich um das Zeichen der Firma in der Signatur des Schiffes. Solche Kriege gibt es häufiger, von kleinen Scharmützeln bis hin zu Schlachten die selbst Imperiumsflotten alt aussehen lassen. Worum es dabei geht ist häufig nicht ansatzweise so kompliziert wie es gern gemacht wird. Macht. Ob sie nun demonstriert oder ausgedehnt werden soll, letztlich geht es nur um Macht.

Und ein guter Freund der Hilfe braucht, eine Bedienung in einer Bar und letztlich das beharrliche Ignorieren des Weckers reichen aus, um in eben so einer epischen Schlacht als dritte Partei im All zu stehen. Die genauen Zusammenhänge sind schnell erklärt. Besagtem Freund wurde ein Schlachtschiff der Hyperion-Klasse angeboten – und das zu einem Preis, wo nur ein Narr nein sagen würde. Und nur ein noch größerer Narr konnte es annehmen, ohne vorher nachzusehen, wo das verdammte Ding überhaupt steht! Und so hat der Gute ein wunderbares Schiff mitten im zur Zeit gefährlichsten Gebiet, das man sich vorstellen kann, erworben. Selbstverständlich versucht er es nicht einfach wieder zu verkaufen. Er will es holen! Weit über 30 Sprünge durch Systeme, wo niemand sonderlich begeistert ist, wenn unbekannte Gesichter auftauchen. Und wo nebenbei die größten Firmen der Galaxie beschlossen haben, sich die Köpfe einzuschlagen.

So kommt es das man mitten in der Nacht den besten Freund an der Leitung hat der einem fast schon jämmerlich anfleht mit ihm gemeinsam den vermaledeiten Kahn in sichere Gebiete zu geleiten. Schon während des Gespräches war mir klar, dass nur ein Schiff in meinem Geschwader dafür ausgelegt war, der Kreuzer der Arazu-Klasse. Ein Schiff, das getarnt warpen kann und sich nur kurz für das Benutzen der Stargates enttarnen muss. Darüber, die Bitte einfach abzulehnen, dachte ich leider keine Sekunde lang nach.

Am nächsten Tag also alle Systeme überprüft, die Route eingegeben und losgeflogen. Der Weg hin zum Schiff war dann auch kein größeres Problem. Ein paar kleinere Camps konnte ich frühzeitig erkennen und einfach umgehen oder wir warteten, bis es sich vor lauter Langeweile einfach von selbst auflöste. Im Zielsystem angekommen haben wir erst einmal die Hyperion in Augenschein genommen. Ein solches Schiff ist immer wieder ein wunderschöner Anblick. Der stolze neue Besitzer war mir nun erst einmal einen Drink schuldig. Also auf in die Stationsbar, ein paar Quafe Ultra vernichten und sich dann um den Heimweg Gedanken machen. Die Bar war recht voll, und alle Piloten hatten das gleiche Abzeichen auf der Jacke. Als sie uns sahen verstummten die meisten Gespräche, und wir wurden skeptisch gemustert. Da man als vorausschauender Podpilot allerdings immer einen aktuellen Clone hat sind solche Situationen nichts wo man sich ernstlich Sorgen macht. Vor allem nicht wenn die Ärztin, die meinen Clone behütet, sich jedes mal rührend um mich kümmer,t wenn ich auf ihrer Station aufwache.

Also, hingesetzt, lautstark nach dem Stärksten, was diese lausige Kaschemme zu bieten hat, verlangt und abgewartet. So weit die Theorie. Wenn da nicht diese verdammt süße Bedienung gewesen wäre, die da schnurstracks auf mich zukommt. Eigentlich müsste ich schreiben, aber besagter Hyperion-Käufer legte sich irgendwo hinter mir gerade mit den Elitekampfpiloten irgendeiner Firma an.

Das war so ziemlich der Anfang der Katastrophe.

Eine Woche zum vergessen.

Dienstag, 31. März 2009

Ich bin nicht eitel.

Aber wenn man es geschafft hat, über 60 Schiffe in Weltraumschrott zu verwandeln, ohne dabei das Eigene zu verlieren, gewöhnt man sich an dieses Gefühl nur allzu schnell. Und ich meine dabei keine Kämpfe in denen so viele Piloten aufeinander treffen, dass man nur einen günstig gewählten Namen besitzen muss, um gut auf dem Killboard auszusehen. Nein, ich rede von Kämpfen die häufig bis in Struktur meiner Boote schlugen und Kämpfen, die nicht selten zu den Bedingungen des Gegners gekämpft wurden.

Und dann das.

Gleich Montag starb meine alte Dominix, die schon wirklich viel mit mir durchgemacht hat, in einem wirklich guten Kampf einen heldenhaften Tod. Mit vier Schlachtschiffen und einem Schlachtkreuzer sind wir – ohne auch nur den Hauch einer Ahnung von dem, was auf der anderen Seite steht – durch ein Sternentor gesprungen. Dort standen – uns ebenbürtig – ebenfalls vier Schlachtschiffe. Ohne auch nur zu überlegen befahl der FC Femaref den Angriff. Die Konsequenz: nunmehr hatten wir auch noch die stationären Waffen gegen uns. Alle vier gegnerischen Schiffe wechselten ihre physikalische Form von fest in staubig – so leider auch meine Dominix. Das erste und einzige Opfer auf unserer Seite in einem tollen, fairen Kampf.

Dann ging es Schlag auf Schlag weiter. Gleich am nächsten Tag segnete meine Curse das Zeitliche. Vor diesem Blob war einfach kein Entkommen. Das „gf“ im lokalen Kanal ignorierte ich mit knirschenden Zähnen.

Und noch eine Dominix. So sehr ich auch um meine alte Lady trauerte, es brachte nichts. Ein solches Schiff befehlige ich einfach zu gern. Also wurde Ersatz beschafft, die Ausrüstung war größtenteils in den Hangars der Firma vorhanden. Als endlich am Samstag Nachmittag die Alarmglocken schallmeiten und zum Sturmangriff ins nächste 0.0-System geblasen wurde, war ich sofort dabei. Zwei Schlachtschiffe und diverse Kreuzer wollten ahnungslosen Reisenden einen üblen Empfang bereiten. Nicht, dass mich, einen Piraten, das groß kümmern würde, aber es roch nach einem guten Kampf aus! Der war es auch. Allerdings war ich wieder das erste Ziel auf der Abschussliste der Gegner. Die Bande konnte zwar nicht lange standhalten, nahm aber auch hier einen Kollegen in seiner Vexor und meine Dominix II mit. Dafür hatten wir drei Kreuzer und zwei Schlachtschiffe – zumindest letztere wurden von ausgezeichneten Piloten mit ausgezeichneter Ausrüstung geflogen – in blaue Blitze und glimmende Trümmer verwandelt. It’s magic!

Aber damit nicht genug! Am gleichen Tag verlor ich noch, durch einen Pilotenfehler, den ich mir selbst zuschreiben muss, meine Pilgrim. Wenn man vier Heavy Neutralizer auf sich gerichtet hat, das Microwarpdrive überlädt bis der Antrieb ächzt und den Armor Repairer auch noch zum Einsatz kommt, ist einfach irgendwann Schluss.
Dass hinter der Vagabond natürlich noch so viel auf der anderen Seite steht, hätte man vorher kontrollieren müssen. So gingen gleich zwei Schiffe der Klasse Pilgrim auf unserer Seite in Flammen auf.

Der Abschluss einer Woche. Eine Woche zum vergessen.